Schützenbruderschaft St. Jakobus 1873 e.V. Heringhausen

Unsere Schützenbruderschaft im Wandel der Zeit

Vorgeschichte

War es Zufall, daß unsere Vorfahren die Schützengesellschaft unter den Schutz des hl. Jakobus des Älteren gestellt haben oder hatten die Gründer des Vereins gute dorfgeschichtliche Kenntnisse ? Es hat in Heringhausen schon vor der 1964 abgerissenen Nikolauskapelle, welche nachweislich 1683 fertiggestellt wurde, eine Kapelle gegeben. 1543 wird bei einer Visitation des Kirchspiels Velmede diese Kirche in Heringhausen erwähnt. Bestimmt war das Patrozinium der ersten Heringhauser Kapelle auf den hl. Jakobus gestellt. Einleuchtend wäre das schon, denn der alte Heerweg, welcher das Dorf an der Nordseite streifte, hatte schon durch die Jakobusbewegung große Bedeutung und ist durch spezielle Forschungen als Jakobusweg identifiziert worden. Die Männer der ersten Stunde haben bestimmt von diesen Begebenheiten gewußt. Deshalb ist es sicherlich auch kein Zufall, daß die Heringhauser, wie in Kirchenbüchern zu lesen ist, am Tag des hl. Jakobus d.Ä. (25.Juli) ihr Kirchweihfest feierten, woraus dann später die Kirmes wurde. ("Kirmes" ist eine Ableitung von Kirchmesse und deutet somit auf Kirchweihfest hin.) Ein Grundstück auf dem Rühlborn hat in den Urkatastern die Bezeichnung "Auf der Kirmes". Aus der Sicht, daß Dörnberg schon seit "undenklichen" Zeiten und Andreasberg ab 1854 zur Gemeinde Heringhausen gehörten, ist es einleuchtend, daß man aus den Dörfern heraus zu einem zentralen, sonnigen Kirmesplatz zog, um dort eine gemeinschaftliche Begegnung zu halten. Da aus dem Gründungsprotokoll hervorgeht, daß man in Heringhausen statt der seit altersher gefeierten Kirmes ein Schützenfest einführen wolle, deutet das sicher auf diese Vorgeschichte hin.

Die erste Königskette, getragen von unseren Majestäten bis 1972. Anschließend in einer Vitrine unserer Schützenhalle ausgestellt.

1872

In den Nachbarorten Velmede, Ramsbeck und Gevelinghausen waren bereits die ersten Schützenvereine gegründet worden. Weitere Gründungen in der Umgebung standen bevor. Ungefähr 20 junge Heringhauser Männer fanden sich zusammen, um sich um die Gründung eines Schützenvereines zu bemühen. Unter ihnen waren beispielsweise Franz Gödde (Hückers), Julius Stehling (Winkelmann) und Robert Hesse (Roberts). Ihnen ging es darum, auch in Heringhausen den geselligen Zusammenschluß durch den Schießsport und das Abhalten eines Schützenfestes als Dorffest zu fördern und zu pflegen. Dieses sollte die bisherige Feier einer Kirmes, die überwiegend kirchlich-familiären Charakter getragen hatte, ablösen. Aber auch der Ausgang des Krieges 1870 / 71 förderte die Absicht zur Gründung eines Schützenvereines. Bei den ersten Zusammenkünften der Gründungswilligen ging es vordringlich darum, einen geeigneten Festplatz für das Schützenfest zu finden. Der Bauer Julius Stehling (Winkelmann) erklärte sich schließlich dazu bereit, sein Grundstück (heute befindet sich dort die Straße "Am Dümpel") hierfür zur Verfügung zu stellen. Die Bauern Franz Gödde (Hückers) und Robert Hesse (Roberts) erklärten sich spontan bereit, das erforderliche Holz für die Errichtung eines Festzeltes zu stiften. Gelernte Zimmerleute aus dem Dorf übernahmen den Aufbau. Das Zeltlaken wurde leihweise beschafft.

1873

Nachdem die Anzahl der Gründungswilligen auf 54 angewachsen war, stand der Einberufung einer Gründungsversammlung nichts mehr im Wege. Bedingungen für die Genehmigung einer Schützengesellschaft durch den Kreis Meschede waren allerdings

  • Die bisherige Kirmes mußte aufgegeben werden
  • Es durften keine karnevalistischen Veranstaltungen mehr stattfinden
  • Ende des Schützenfestes mußte bei Anbruch der Dunkelheit sein.

Zunächst wählte man den Vorstand der Gesellschaft. Einstimmig fiel die Wahl des Hauptmanns und Vereinsvorsitzenden auf den um die Gründung stets bemüht gewesenen Julius Stehling (Winkelmann). Weiterhin ernannte man für seine bisherigen Verdienste Franz Gödde (Hückers) zum Ehrenkönig für das erste Schützenfest 1873. Weiterhin wurden die Vereinsstatuten festgelegt: Schutzpatron des Schützenvereins ist der Hl. Jakobus (Namenstag: 25. Juli) Aufnahmebedingung in den Verein waren:

  • Einwandfreier Lebenswandel
  • gute Moral

Ausschluß aus dem Verein sollte erfolgen bei:

  • Ungehorsam gegen Befehle des Vorgesetzten
  • Beleidigung eines Mitglieds während des Festes
  • Nichtzahlung der Beiträge
  • Gerichtliche Verurteilung wegen entehrender Vergehen.

Wiederaufnahme in den Verein konnte nach drei Jahren mit Stimmenmehrheit erfolgen. Weitere Statuten waren:

  • Feier des Schützenfestes: erster Sonntag nach Jakobi
  • Montags: gemeinsamer Gottesdienst
  • Kinder unter 14 Jahren haben keinen Zutritt zum Schützenfest
  • Die Königin mußte einen untadeligen Lebenswandel nachweisen

Das erste Schützenfest des jungen Vereins konnte nach guter Vorbereitung durch den Vorstand in bester Harmonie gefeiert werden. Getanzt wurde in einem eingefriedeten Raum, der mit Birkengrün geschmückt und abgegrenzt war. Die Musik wurde von Franz Fabri mit 11 Musikanten ausgeführt. Für die 11 Musiker mußten 55 Taler aufgebracht werden. Ein Drittel Liter Bier kostete 1 Silbergroschen.

Unsere erste Schützenfahne von 1874. Sie wurde bis 1990 regelmäßig, anschließend nur noch zu besonderen Anlässen in den Schützenzügen mitgeführt. Seit 2007 ist sie in einer Vitrine in der Schützenhalle ausgestellt.

1874

Zum Schützenfest konnte der Verein seine erste Fahne vorstellen, die 30 Taler kostete und durch freiwillige Spenden der Mitglieder finanziert wurde.  Diese Fahne ist heute noch erhalten. Sie ist handgemalt und wird aufgrund ihres enormen Wertes und ihrer Anfälligkeit gegenüber Witterungseinflüssen nur noch bei besonderen Anlässen im Schützenzug mitgeführt. Beim diesjährigen Schützenfest spielte zum ersten Mal die Kapelle des Heringhausers Franz Bültmann, die anschließend noch etliche Schützenfeste musikalisch umrahmen sollte und sich in dieser Zeit auch einen Namen in der näheren und weiteren Umgebung machte. Jeder Musiker dieser Kapelle, der Mitglied im Heringhauser Schützenverein war, war beitragsfrei in jedem Jahr, in dem er das Schützenfest musikalisch mitgestaltete.

1889


In diesem Jahr durfte laut polizeilicher Verordnung kein Schützenfest gefeiert werden. Es war eine epidemiehafte Krankheit im Umlauf.

1890


Der Vorstand mußte sich um ein anderes Grundstück für das Schützenzelt bemühen, da das bisherige Grundstück dringend für landwirtschaftliche Zwecke vom Eigentümer benötigt wurde. Förster Johann Stehling stellte sein Grundstück zur Verfügung. Dieser Platz konnte jedoch nur vorübergehend genutzt werden.

Anfang des 19. Jahrhunderts mußte sich erneut auf die Suche nach einem geeigneten Schützenplatz gemacht werden. Schließlich war Anton Einhäuser bereit, sein Grundstück "Im Fallenstein" zur Verfügung zu stellen. Selbiges mußte jedoch erst in vielen freiwilligen Arbeitsstunden und bei reichlich Bier und Schnaps für die Erstellung eines Schützenzeltes hergerichtet werden. Doch diese Arbeit sollte sich lohnen, denn dort wurde fortan noch manches Schützenfest bis zum Jahr 1914 gefeiert.

1914-1918


Kurz nach dem Schützenfest 1914 brach der erste Weltkrieg aus. Auch aus unserem Dorf rückten viele Schützenbrüder ins Feld, um für das Vaterland zu streiten. 13 von ihnen kehrten leider nicht mehr nach Hause zurück. Dies waren: August Rüthing, Wilhelm Bültmann, Franz Richter, Konrad Stehling, August Burmann, Franz Gockel, Paul Kersting, Anton Kenter, Josef Gödde, Hermann Fabri, August Hesse, Hermann Gerbracht, Johann Tillmann, Theodor Tillmann.

1919-1920


Trotz der schweren Kriegsjahre fanden sich die alten Schützenbrüder wieder zusammen. Hier war es vor allem Hauptmann Wilhelm Dohle (Nachfolger von Heinrich Rüthing), der sich mit den Vorstandsmitgliedern Johann Hesse-Roberts, Johann Klauke, Gustav Bültmann, Franz Fabri, August Kenter, Wilhelm Dicke und Josef Becker um das Wiederaufleben des Schützenvereins bemühte. Dieser Vorstand legte in der ersten Generalversammlung am 24.05.20 die neuen Statuten zur Beschlußfassung vor.

Dort hieß es:

"Die seit dem Jahre 1873 bestehende Schützengesellschaft in Heringhausen hat auf Grund des am 01.01.1900 in Kraft getretenen Bürgerlichen Gesetzbuches behufs Erlangung der Rechte einer juristischen Person durch Eintragung derselben in das Vereinsregister nach Maßgabe der Generalversammlung vom 24.05.20 ihre Satzungen wie folgt abgeändert: §1

Die Schützengesellschaft zu Heringhausen hat den Zweck, bei dem alljährlichen Schützenfeste alle Klassen der Bürgerschaft zu einer frohen Feier zu vereinen, um auf solche Weise Eintracht und Gemeinsinn zu fördern und zu pflegen. Die Schützengesellschaft hat ihren Sitz in Heringhausen und das Vereinsgebiet erstreckt sich auf die politische Gemeinde Heringhausen. Die Schützengesellschaft soll in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Meschede eingetragen werden......"

Der Vereinsbeitrag betrug zu dieser Zeit bereits 5 Mark jährlich. Invaliden und Rentner mußten 2,50 Mark bezahlen, Lehrlinge 1 Mark. Soldaten waren beitragsfrei. Jeder Schützenbruder mußte der Gesellschaft gegenüber mit 300 Mark haften. Im Laufe des Jahres 1919 wurde erstmals der Beschluß gefaßt, eine feststehende Schützenhalle zu bauen. Der damalige Vorstand war sich wohl der Erheblichkeit und Schwere dieser Aufgabe bewußt, denn die finanziellen Verhältnisse des Vereins und auch der ihm zugehörenden Schützenbrüder waren nicht die Besten. Das Grundstück wurde von dem Schützenbruder und wegen seiner Verdienste um das Schützenwesen zum Major ernannten Johann Hesse-Roberts käuflich erworben. Hier muß allerdings eingefügt werden, daß Anton Einhäuser bereits das Grundstück im Fallenstein, auf welchem schon einige Jahre das Zelt aufgebaut wurde, durch notariellen Vertrag vom 11. Juni 1906 an die Schützengesellschaft Heringhausen verkauft hatte. Der notarielle Vertrag war vorgefertigt, aber noch nicht in Kraft gesetzt. Das Grundstück von Einhäuser wurde sofort an Hesse-Robbers übertragen, erst dann war Hesse-Robbers bereit, das Grundstück für den Hallenbau an die Schützengesellschaft zu verkaufen.

Die Schützenbrüder übernahmen das Brechen der Bruchsteine und das Anfahren an die Baustelle sowie das Errichten des Mauerwerkes. Freiherr von Wendt, Gevelinghausen, lieferte gegen ein geringes Entgelt u.a. das Bauholz. Aus dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager in Meschede besorgte Anton Dohle eine ganze Baracke für 20000 Mark, die zu Fußboden, Dachschalung und Fenstern umfunktioniert wurde. Daß dies den Einsatz des ganzen Dorfes erforderte, können wir uns heute nur zu gut vorstellen. Selbst Dorflehrer Kiene und seine Schuljungen halfen während der Schulstunden kräftig dabei mit, Bretter und Pfosten von Nägeln und Klammern zu befreien. Die Schützenmitglieder steuerten, trotz ihrer nicht allzu rosig aussehenden Privatkasse, den ansehnlichen Betrag von 35.000 Mark zu den Gesamtkosten der Schützenhalle von rund 75.000 Mark bei. Es war ein hartes Jahr für die Schützenbrüder. Doch durch die eifrige Hilfe aller gingen die Aufbauarbeiten der Schützenhalle rasch vorwärts. Im September 1920 konnte der Grundstein für die neue Halle gelegt werden. In einer kurzen Feierstunde, umrahmt von Ansprachen und Musikvorträgen, legte der damalige Pfarrer Bitter die versiegelte Flasche mit Urkunde in die dafür vorgesehene Grundmauer. Als weitere Schwierigkeit in dieser Zeit hatte die Inflation ihren Anfang genommen. Für einen Hektoliter Bier mußten jetzt bereits 360 Mark bezahlt werden.

1921


In Heringhausen wurde das erste Schützenfest in der neuen Halle gefeiert. Das Königspaar in diesem Jahr waren Joseph Lüttecke und Matthilde Becker.

1923


Es kam zum Höhepunkt der Inflation: In diesem Jahr betrugen die Ausgaben für den Wareneinkauf 66.000.000 Mark. Das Hektoliter Bier kostete 4.800.000 Mark und für die Musikkapelle mußten 13.500.000 Mark aufgebracht werden. Die Gesamteinnahmen des Schützenfestes betrugen 124.000.000 Mark.

Die zweite Schützenfahne von 1933, heute als Vorstandsfahne im Einsatz.

1933


In diesem Jahr konnte der Schützenverein bereits auf 60 Jahre zurückblicken. Höhepunkt des Jubiläumsfestes war die Weihe der zweiten Schützenfahne. Diese wurde von der Schwester des derzeitigen Pfarrvikars zu Heringhausen, Alwine Risse, in Heimarbeit gestickt. Für den Verein mußten die Mitglieder damals auch gegen Entlohung von 30 Reichsmark pro Jahr sog. "Winterhilfe" leisten.

1939-1945


Der Zweite Weltkrieg, der so viele furchtbare Folgen haben sollte, war ausgebrochen. Die Schützenhalle diente während der Kriegsjahre teils als Trockenraum für Getreide oder als Notwohnung für Bombengeschädigte und Evakuierte. Zum Glück blieb sie aber, auch bei der Besetzung des Dorfes, vor der Vernichtung bewahrt. Abermals kehrten 23 Schützenbrüder und Heringhauser Familienväter nicht in ihre Heimat zurück: Willi Becker, Anton Nieder, Josef Rüthing, Paul Stehling, Heinrich Becker, Paul Fahle, Bernhard Schröder, Alois Wigge, August Schmidtmann, Willi Hengesbach, Josef Köster, Paul Becker, Alois Hillebrandt, Paul Schröder, Ernst Nieder, Franz Dicke, Josef Nieder, August Bracht, Otto Butz, Robert Dicke, Theo Schröder, Gottfried Butz, Josef Miederhoff.

Nach der Kapitulation im Jahre 1945 wurden alle bestehenden Vereine und Organisationen aufgelöst. Dies betraf auch unseren Schützenverein, weil die Alliierten in Vereinen dieser Art reine NS-Organisationen sahen. Gleichzeitig mit der Auflösung wurde auch das Vermögen des Vereins beschlagnahmt. Degen und sonstige Utensilien fielen unter das Waffengesetz. Der Umsicht des damaligen Vorstandes ist es jedoch zu verdanken, daß Fahnen und sonstige Unterlagen gerettet werden konnten. Als Vermögensverwalter fungierte für die Übergangszeit der Friseurmeister Willi Hengesbach mit viel Umsicht zum Nutzen des Vereins, wie man heute feststellen kann.

1946


Nach Auflösung des Schützenvereins durch die Alliierten wurde August Gockel als Treuhänder bestellt. Er hatte jährlich einen Zustandsbericht über die Schützenhalle und Angaben über die finanzielle Lage zu erstellen, zumal die Halle beschlagnahmt wurde und für zwei Familien als Wohneinheit zur Verfügung gestellt war.

1947


Im März diesen Jahres fand in Meschede eine Schützentagung statt, bei der für alle Vereine neue Bestimmungen und Satzungen herausgebracht wurden. Schützenvereine galten nunmehr als aufgelöst. In einer nachfolgenden ersten Generalversammlung des Heringhauser Vereins am Samstag, dem 26.07.47 im Saal des Caspar Stehling, bei der 52 Personen anwesend waren, konnte Paul Kenter als alter König und Mitglied des die Sitzung vorbereitenden Vorstandes die Räumung der Schützenhalle offiziell mitteilen. Anschließend erfolgte die Gründung einer neuen Organisation, die sich fortan "Schützenbruderschaft St. Jakobus 1873 e.V. in Heringhausen" nannte. Zum ersten Brudermeister wählte die Versammlung einstimmig den bisherigen Hauptmann Franz Fabri. Der alte Festvorstand sollte in diesem Jahr noch zur Festvorbereitung im Amt bleiben. Auf dem ersten Schützenfest nach dem Krieg am 24. Und 25. August, das bei "Dünnbier" und selbstgebranntem Schnaps ("Balkenbrand") gefeiert wurde, mußte der Vogel aus seiner luftigen Höhe mit Knüppeln abgeworfen werden. In einem Schreiben des Amtsdirektors des Amtes Bestwig vom 04.09.47 hieß es: "...Nach Ihrer Angabe haben sie anlässlich des diesjährigen Schützenfestes eine Gesamteinnahme an Eintrittskarten von 1.998,00 Rm (666 x 3,00 Rm) gehabt. Von der Einnahme sind an Lustbarkeitssteuer 40% zu entrichten = 799,20 Rm. Ich bitte den Betrag von 799,20 Rm an die Amtskasse - Gemeindekasse Heringhausen - einzuzahlen..."

In der Herbstgeneralversammlung wurde die neue Satzung verabschiedet: "Die Schützenbruderschaft verfolgt den Zweck, sich in geistiger Wehrhaftigkeit und Mannhaftigkeit einzusetzen für a) die Pflege eines religiösen, gesitteten Lebens in der Familie und in der Öffentlichkeit; insbesondere das Ehrengeleit bei der Fronleichnamsprozession und besonderen kirchlichen Anlässen sowie die Heiligung des Sonntags, b) die Pflege der christlichen Nächstenliebe und des gegenseitigen Einstehens in guten und bösen Tagen, c) die Bildung eines gesunden Volkstums im Geiste der christlichen Sitte, d) die Pflege des Heimatgedankens, e) die staatsbürgerliche Erziehung der Mitglieder auf christlich-katholischer Grundlage. Um Eintracht und Gemeinsinn zu pflegen und zu fördern und sinnfällig zum Ausdruck zu bringen, wird in jedem Jahre am Sonntag nach dem Fest des Hl. Jakobus ein Volksfest gefeiert."

Im übrigen bestimmte die neue Satzung, daß in den Fragen der Geschäfts- und Festordnung die Bestimmungen der Satzung aus dem Jahre 1920 weiterhin zu gelten hatten.

1948


Beim Schützenfest durfte erstmals wieder mit der Armbrust geschossen werden. In der diesjährigen Herbstgeneralversammlung stand die Entscheidung zur Bindung an einen Spitzenverband an. Einstimmig wurde, zu Lasten des Westfälischen Heimatbundes, der Anschluß an die Erzbruderschaft Paderborn beschlossen.

1949


Die Feier des 75-jährigen Bestehens wurde in diesem Jahr nachgeholt. Am großen Festzug am Sonntagnachmittag nahmen alle Bruderschaften mit ihrem Hofstaat aus den Nachbargemeinden teil. Ausnahmsweise feierte man dieses Jubiläumsfest über einen Zeitraum von drei Tagen.

1950


Laut Generalversammlungsbeschluß vom 27. August wurde der Vorstand zweigeteilt: Er bestand zukünftig aus einem geschäftsführenden und einem Festvorstand. Dem geschäftsführenden Vorstand stand Brudermeister Fabri vor, dem Festvorstand der (neu zu wählende) Hauptmann. Dieser Posten wurde Schützenbruder Josef Becker übertragen, der aufgrund seiner Verdienste acht Jahre später zum Major befördert wurde.

1953


In einer außerordentlichen Generalversammlung gab die Schützenbruderschaft dem Antrag der Kirchengemeinde Heringhausen statt, den Speiseraum auszubauen und an selbige als Jugendheim zu vermieten.

1954


Letzmalig wurde für das Schützenfest am 1. und 2. August die Kapelle Bültmann verpflichtet. Kurze Zeit später löste sich die Kapelle auf.

1955


Mit Stimmenmehrheit bestimmte man die Kapelle Ruhwedel aus Ramsbeck als neue Festmusik für das kommende Schützenfest. Unser Verein schloß sich dem inzwischen gebildeten Kreisschützenbund des Kurkölnischen Sauerlandes an. Ebenso nahm man am ersten Kreisschützenfest in Fredeburg teil, bei dem Schützenkönig Josef Stehling (Winkelmann) als erster die Würde eines Kreisschützenkönigs erringen konnte. In diesem Jahr erfolgte ein Umbau der Schenke. Die Theke wurde zurückversetzt und renoviert. Der Kellerraum darunter wurde vergrößert und die Betondecke erneuert. Bei der Jubilarehrung am 09.09.56 wurde die Kapelle Bültmann für ihre Verdienste um Schützenverein und Schützenfest noch einmal besonders geehrt.

1960


Durch Mehrheitsbeschluß sollte das Schützenfest von nun an nicht mehr mit dem Festhochamt und Frühschoppen am Sonntagmorgen, sondern bereits mit dem sog. Vogelaufsetzen am Samstagabend beginnen. Im Herbst diesen Jahres löste Franz Köster den bisherigen Brudermeister Franz Fabri ab. Für seine Verdienste und mehr als 60-jährige Tätigkeit im Vorstand hatte man ihn zuvor zum Ehrenbrudermeister ernannt.

1962-1963


Der bauliche Verschleiß und das Wachsen des Dorfes machten eine Instandsetzung und Erweiterung der Schützenhalle erforderlich. Die Pläne, die Schützenhalle zu einer Mehrzweckhalle umzubauen, konnten wegen der schwachen Finanzlage der Gemeinde Heringhausen und der zu großen finanziellen Belastung der Schützenbruderschaft (immerhin 100.000,00 DM hätten dafür aufgebracht werden müssen) nicht verwirklicht werden. Stattdessen nahm der Verein die Bauarbeiten in eigener Regie in Angriff. Nach langwierigen Verhandlungen mit der politischen Gemeinde und dem Grundstücksnachbarn Karl Dicke um einen Grundstückstausch konnte die bisherige Grundfläche der Schützenhalle um ein beträchtliches Stück erweitert werden. Abgerissen wurden die alten Toilettenanlagen und durch neue, den hygienischen Erfordernissen entsprechende, ersetzt. Ebenso wurde die Küche, der Speiseraum und der Königsthron erweitert. Die gesamten Baukosten konnten dank der Eigenleistung des Vereins auf 35000 DM begrenzt werden. Rechtzeitig zum 90-jährigen Jubiläumsschützenfest war es somit möglich, die Schützenhalle in einem neuen Gewand vorzustellen.

Unsere Fahne von 1965. Die Vorderseite zeigt den Hl. Nikolaus (Schutzpatron der Kirchengemeinde Heringhausen). In seiner Hand hält er die alte Heringhauser Pfarrkirche, Auf der Rückseite ist das Heringhauser Ortswappen als eine Art "Baum" mit Eichenlaub dargestellt. Neben dem Vereinsnamen findet sich dort der Spruch "Aus alter Wurzel neue Kraft".
Diese Fahne ist seit 2007 in einer Vitrine in der Schützenhalle untergebracht.

1964-1965


Der im Zuge der Erweiterung der Halle miterstellte Kellerraum wurde zu einem weiteren Aufenthalts- und Verzehrraum (später Sektbar) umgestaltet. Ebenso baute man die Musikbühne neu und erneuerte den Fußboden. Letztlich erhielt die Vorderfront der Schützenhalle noch durch den Einbau von neuen Fenstern mit Jalousien ein ansehnliches Bild. Höhepunkt des Schützenfestes 1965 war die Weihe einer neuen (der dritten) Fahne. Der Kauf wurde durch die große Spendenfreudigkeit der Schützenbrüder möglich gemacht.

1965


Nach jahrelangem Mangel an Bewerbern für den Geck, waren einige Vorstandsmitglieder der Meinung, dieser müsse abgeschafft werden. Die jüngeren Schützenbrüder leisteten aber Widerstand. So wurde in der Frühjahrsversammlung 1966 die Aufwertung des Gecks beschlossen.

1970


Zur Überraschung der Schützen und Zuschauer kamen bei Abholung des diesjährigen Königspaares Paul und Gertrud Wigge mit den sonst nur üblichen Hofdamen auch Hofherren aus dem Haus heraus. In der Herbstgeneralversammlung wurde dann der Beschluß gefaßt, künftig den Hofstaat immer mit Damen und Herren zu besetzen. Gleichzeitig wurde der Geck zum Vizekönig erhoben, welcher mit seiner Vizekönigin als 1. Hofstaatspaar fungieren sollte. Herbert Butz war zwischenzeitlich zum 5. Male Geck bzw. nun "ernannter" Vizekönig und stiftete die 1. Vizekönigskette. Seine Königin, somit erste offizielle Vizekönigin, war im Sonntagsfestzug 1971 Franziska (Sissi) Klauke. Erster durch das Vogelschießen ermittelter Vizekönig wurde Günther Koch.

Die zweite Königskette, Brustschild gestiftet vom amtierenden Schützenkönig 1972/1973

1973


Unter großer Anteilnahme der Heringhauser Bevölkerung und befreundeter Vereine wurde das 100-jährige Jubiläumsschützenfest unserer Schützenbruderschaft gefeiert. Ein Festausschuß hatte sich zuvor mit der Planung des Festablaufs sowie der Erstellung einer Festschrift beschäftigt. Am Sonntagsfestzug nahmen 250 auswärtige Schützenbrüder teil. Im Herbst diesen Jahres versuchte man, eine Schießsportabteilung (wie es sie in vielen anderen Schützenbruderschaften bereits gab) zu gründen. Mangels Interesse der Schützenbrüder schlug dieser Vorschlag leider fehl.

1974


Die Schützenbruderschaft erklärte sich, getreu ihrer Vorsätze "Glaube, Sitte, Heimat", und auf Anraten des Präses August Finke, solidarisch mit der Bürgeraktion Heringhausen, die sich gegen den Bau einer Mülldeponie im angrenzenden Halbeswig wehrte.

1975


Ein Bauausschuß wurde gegründet, denn es standen kostenintensive Umbaumaßnahmen an: Das Dach der Schützenhalle zur Valmeseite hin wurde neu gedeckt, eine Heizung wurde in die Schützenhalle eingebaut, die Halle konnte zukünftig auch in den Wintermonaten genutzt werden. Der Duschraum im Keller entstand, was eine Vermietung der Schützenhalle an Kindergruppen während der Sommerferien ermöglichte. Feuerhemmende Decken und Mauern sowie eine Notbeleuchtung mußten installiert werden. Zur Deckung der enormen Kosten wurde von jedem Schützenbruder eine einmalige "Spende" in Höhe von DM 30 gefordert.

1976


Das Schützenfest in diesem Jahr fiel mit dem Pfingstfest zusammen. Außerdem feierte man am gleichen Wochenende das 10-jährige Kirchweihfest.

1977


Durch Abstimmung in der Generalversammlung wurde die schon oft diskutierte Abschaffung des Hofstaates beim Festzug am Montagabend endgültig beschlossen. Unsere Bruderschaft nahm am Bundesschützenfest teil, welches die Nachbarbruderschaft "St. Andreas" Velmede-Bestwig ausrichtete.

1978


Die drei Theken in der Schützenhalle wurden erneuert, Maler- und Dachdeckerarbeiten, sowie die Installation eines neuen Wasseranschlusses wurden vorgenommen. Die Kirchengemeinde stellte der Schützenbruderschaft hierzu DM 10.000 zinslos zur Verfügung. Auch die Gemeinde Bestwig unterstützte die Bruderschaft mit etwa dem gleichen Betrag als Zuschuß. Bei einer Zusammenkunft der Schützenbruderschaften der Gemeinde Bestwig wurde festgelegt, alle drei Jahre abwechselnd in alphabetischer Reihenfolge der einzelnen Ortsteile ein Gemeindeschützenfest zu feiern. "St. Hubertus" Andreasberg begann damit im Jahre 1979. Die Heringhauser Schützen nahmen am Kreisschützenfest in Cobbenrode teil.

1979


Um eine bessere Beteiligung bei den Schützenfestumzügen zu erreichen, teilte man die Schützen in diesem Jahr in Schützenzüge auf: Zug I (Unterdorf) und Zug II (Oberdorf). Einer der neu gebildeten Züge sollte abwechselnd einen Spielmannszug für den Sonntagsfestzug bestellen und bezahlen, die Finanzierung erfolgte durch ein abwechselnd auszurichtendes Zugfest. Der Fußboden der Tanzfläche wurde erneuert. Erstmalig schlugen Schützenbrüder in der Generalversammlung vor, das Schützenfest immer am Pfingstwochenende zu feiern. Bei der Abstimmung entschieden sich jedoch die Mehrheit der Schützenbrüder für eine Beibehaltung des 1. Sonntags im Juni.

1980


Es wurde (nach einem Test im Jahre 1978) festgelegt, am Schützenfest-Montag zukünftig keinen Eintritt mehr zu verlangen. Während des Hauptfestzuges am Sonntag bekam der zuvor zum Ehrenbrudermeister ernannte Franz Fabri durch den Vorstand des Kreisschützenbundes Meschede nachträglich eine Urkunde für seine mehr als 60-jährige Vorstandsarbeit. Das Dach der Schützenhalle wurde ausgebessert, die kleine Theke erneuert, sowie sechs neue Fenster angeschafft. Die Gemeinde Bestwig bezuschußte abermals diese Maßnahmen. In die vorhandene Deckenaufhängung wurde die (jetzt noch vorhandene) Holzdecke installiert. Weiterhin bekam die Schützenhalle einen Telfonanschluß.

1981


Die bestehende Satzung der Schützenbruderschaft wurde überarbeitet und von der Generalversammlung neu erlassen. Sie ist in dieser Form bis heute gültig. Die Heizungsanlage in der Schützenhalle mußte dringend renoviert werden.

1982


In diesem Jahr fand erstmals in Heringhausen das Gemeindeschützenfest der Schützenbruderschaften der Gemeinde Bestwig statt. Weiterhin wurde auf Antrag der Generalversammlung beschlossen, eine fest installierte Lautsprecheranlage in unsere Schützenhalle einzubauen, die sowohl beim Schützenfest, als auch bei der Karnevalsveranstaltung benutzt werden konnte. Unter Anteilnahme der Schützenbrüder wurde in diesem und dem kommenden Jahr der Schützenhallen-Vorplatz mit Regenauffangrinnen ausgestattet und komplett gepflastert. Möglich wurde dies abermals vor allem durch einen zweckgebundenen Investitionszuschuß der Gemeinde Bestwig. Unsere Schützenbruderschaft entschloß sich dazu, für das Schützenfest 1983 eine neue Fahne anzuschaffen. Diese sollte als Motiv auf der einen Seite den hl. Jakobus und auf der anderen Seite ein Abbild der neuen Kirche tragen. Die Kirchengemeinde und der Schützenzug I beteiligten sich an den Kosten. Die dringend notwendige Renovierung der alten Fahne wurde aus Kostengründen zunächst zurückgestellt.

1983


Das 110-jährige Jubiläum der Schützenbruderschaft wurde mit einem Jubiläumsschützenfest gefeiert, bei dem am Samstagabend alle Schützenbruderschaften der Gemeinde vollzählig begrüßt werden konnten.

Unser Fahne von 1983, zum 110-jährigen Jubiläum. Heute als Zugfahne des Schützenzuges I im Einsatz.

1984


Die Jubilarehrung beim Schützenfest fand erstmalig im Rahmen des Frühschoppenkonzertes am Sonntagmorgen statt. Die Schützenbruderschaft nahm am Kreisschützenfest bei der "St. Anna" Bruderschaft in Nuttlar teil. Durch Eigenleistung der Mitglieder wurden 18 neue Tische und 36 Bänke in der Schützenhalle erstellt.

1985


Erstmalig verkauften die Zugführer der beiden Züge vor Abmarsch des großen Festzuges am Schützenfest-Sonntag Schußkarten für das Vogelschießen am Montag. Dadurch sollte angeregt werden, daß sich möglichst viele Schützenbrüder am Preisschießen auf Krone, Zepter und Reichsapfel beteiligten. Die Damen-Toilettenanlage wurde aus Platzgründen und da sie den hygienischen Anforderungen des Veterinäramtes nicht mehr entsprach, in die bisherige Garderobe verlegt. Eine neue Garderobe entstand dort, wo bisher die Damentoiletten gewesen waren.

1986


Die Fahne von 1933 wurde einer Restaurierung unterzogen. Als vordringlich notwendige Baumaßnahmen wurden die Erneuerung der Duschanlagen, die Erstellung neuer Tische und Bänke für den Königsthron sowie die Erneuerung der Herrentoiletten ab Anfang diesen Jahres in Angriff genommen. Der Vorstand der Bruderschaft wurde mit einem Nachtrag zur Satzung um sechs Offiziere zur Begleitung der beiden alten Fahnen sowie um den Kaiser, der bisher formell nicht zum Vorstand gehörte, erweitert.

1987


Abermals schlugen Schützenbrüder auf der Generalversammlung vor, das Schützenfest, das im vorigen Jahr mit dem Pfingstfest zusammenfiel, generell an diesem Termin oder am Fronleichnamsfest zu feiern.

1988


Der Außenanstrich der Schützenhalle bedurfte einer dringenden Erneuerung. Aufgrund von Auflagen der Bauaufsichtsbehörde des HSK mußte ein Teil des Geschäftszimmers abgetrennt und ein Batterieraum für die Notbeleuchtung in der Schützenhalle installiert werden. In geheimer Abstimmung legte die Generalversammlung fest, das Schützenfest ab dem Jahr 1989 nicht mehr am 1. Sonntag im Juni, sondern jeweils zum Pfingsttermin zu feiern.

1989


Der Kugelfang der Vogelstange wurde renoviert, Brandschutzklappen mußten in der Schützenhalle eingebaut werden. Zur Aufwertung des Ranges des Vizekönigs bekam dieser ab dem diesjährigen Schützenfest eine Anstecknadel verliehen. Am 9. und 10. September 1989 nahm die Bruderschaft am Bundesschützenfest des Sauerländer Schützenbundes in Anröchte teil. Beim Vogelschießen konnte Schützenkönig Manfred Nieder die Bundekönigswürde erringen. Angetreten waren 122 Schützenkönige aus den Schützenkreisen Iserlohn, Olpe, Arnsberg, Brilon, Meschede, Soest und Lippstadt. 520 Schuß waren in der Vorrunde nötig, um die 15 Teilnehmer für die Endausscheidung zu ermitteln. Mit dem 83. Schuß gelang es Manfred Nieder, den Rest des Vogels von der Stange zu schießen. Beim großen Festzug am Sonntag stand der Vorstand der St.-Jakobus-Schützenbruderschaft mit ihrem Budeskönigspaar Manfred Nieder und Eva-Maria Hesse im Mittelpunkt des Geschehens. Eine gewaltige Anzahl von 30.000 Zuschauern und 12.000 Schützen empfingen Vorstand und Bundeskönigspaar sehr herzlich. Am 23. September 1989 nahm Manfred Nieder im niederländischen Falkenbourg am Schießen um den Europakönig teil, bevor am darauffolgenden Tag der gesamte Vorstand der Bruderschaft den Festumzug beim Europaschützenfest mitgestalten durfte. Ein ganzer Bus interessierter Heringhauser war dem Vorstand nach Falkenbourg gefolgt.

Links: Orden Gemeindeschützenkönig
Mitte: Orden Bundesschützenkönig SSB
Rechts: Orden Kreisschützenköng KSB Meschede

1990


Beim Pokalschießen des Schützenkreises Meschede in der Schützenhalle in Obersorpe wurde unser Schützenkönig Manfred Nieder mit 45 Ringen Sieger. Zum ersten Mal erklärte sich der Musikverein Züschen bereit, die musikalische Gestaltung des Schützenfestes zu übernehmen. Am Hauptfestzug am Sonntag nahmen eine Abordnung von Bundes- und Kreisvorstand, der amtierende Gemeindeschützenkönig sowie die 3. Kompanie des Männerschützenvereins Anröchte teil, die seit dem Bundesschützenfest 1989 eine freundschaftliche Beziehung zu unserer Bruderschaft unterhält. Außerdem begleitete seit diesem Jahr eine dritte Musikkapelle den Hauptfestzug. Die Heizungsanlage in der Halle mußte abermals nach Befragung von Fachleuten komplett erneuert werden.

1991


Die ehemaligen Schützenkönige formierten sich als separate Abordnung beim Sonntagsumzug. Der Bierverlag Schnier, Velmede, erhielt den Zuschlag für die Übernahme des Schank- und Küchenbetriebes beim Schützenfest. An die Schützenhalle wurde ein Vorbau mit Kassenhäuschen angebaut. Die Eigenleistung der Schützenbrüder und die Bezuschussung der Gemeinde Bestwig machten diese Investition finanzierbar. Erstmals organisierte man auf Anregung eines Schützenkönigs ein Treffen aller ehemaligen Könige. Beim Gemeindeschützenfest in Ramsbeck errang Schützenkönig Norbert Becker die Gemeindeschützenkönigswürde.

1993


Zum diesjährigen Schützenfest, dem 120-jährigen Bestehen der Bruderschaft, schmückten auf Vorschlag des Schützenvorstands erstmals einheitliche Schützenfahnen mit dem Heringhauser Dorfwappen die Häuser. Nach der Erneuerung des großen Daches der Halle mußte nun auch das Dach über der großen Theke und der Küche dringend renoviert werden.

1994


Der Speiseraum der Schützenhalle wurde in Eigenleistung des Vorstandes und einiger Schützenbrüder erneuert und mit einer neuen Bestuhlung ausgestattet.

1995


Man entschloß sich, aufgrund der mehr als sehr guten Beteiligung der Schützenbrüder, beim Festzug am Montagabend eine zweite Musikkapelle, den Spielmannszug Kirchrarbach, der bereits seit einigen Jahren den Sonntagsfestzug mitgestaltete, zu verpflichten. Das Veterinäramt in Meschede erteilte die Auflage, den Bierkeller unter der großen Theke aus hygienischen Gründen zu renovieren. Dies wurde zunächst durch das Aufstellen eines Biercontainers neben der Schützenhalle umgangen.

1996


Schützenkönig Friedel Zoost spendete eine Vizekönigstafel für die Schützenhalle. Hierauf sind die Namen aller Vizekönige ab dem 100-jährigen Vereinsjubiläum aufgelistet. Im Herbst diesen Jahres nahm der Vorstand am Europaschützenfest in Haaksbergen / Niederlande teil. Nur zwei Wochen später beteiligte sich die Bruderschaft am Kreisschützenfest in Ramsbeck.

1997


Pünktlich zum diesjährigen Schützenfest konnte aus einem neu isolierten, verfliesten und mit einem Kühlaggregat ausgestatteten Bierkeller gezapft werden. Weiterhin wurde eine Erdgastherme installiert, die die Küche und die neue Theke mit warmem Wasser versorgt sowie demnächst den Speiseraum und die Toiletten separat heizen soll. Aufgrund der immer schlechter werdenden Bereitschaft von Heringhauser Jugendlichen, in die Bruderschaft einzutreten, wurden diese zur Frühjahrsversammlung besonders eingeladen und man versuchte, den Grund für ihr Desinteresse zu finden. Zukünftig will sich die Schützenbruderschaft deshalb besonders für die Jugendlichen stärker engagieren und attraktiver gestalten. Beim Gemeindeschützenfest in Andreasberg errang unser Schützenkönig im Jubiläumsjahr, Joachim Bültmann, in einem spannenden Feuergefecht den Titel des Gemeindeschützenkönigs. In der Herbstgeneralversammlung wurde den Schützen der Entwurf der neuen Theke präsentiert.

1998


Zur Karnevalsveranstaltung floß der Gerstensaft aus der neu gebauten großen Theke. Die Maurer- und Schreinerarbeiten wurden in etlichen Arbeitsstunden in Eigenleistung ausgeführt. Über die Pfingstfeiertage feierte man von Freitag bis Montag das große Jubiläumsschützenfest zum 125-jährigen Bestehen. Zum großen Festzug am Sonntag waren alle Schützenbruderschaften der Gemeinde Bestwig sowie die Schützenbruderschaft Gevelinghausen eingeladen worden. Außerdem sorgten insgesamt fünf Musikkapellen und Spielmannszüge für die musikalische Begleitung.

1999


Im April, pünktlich vor dem Schützenfest, wurde der Internet-Auftritt der Bruderschaft mit Hilfe von Thomas Schmidt aus Velmede fertiggestellt. Unsere Bruderschaft war der erste Verein des Kreisschützenbundes Meschede, der eine eigene Homepage hat. Hier können sich zukünftig Schützenbrüder und sonstige Interessierte über die Aktivitäten der Bruderschaft und des Dorfes informieren.

2000


Im Frühjahr musste der Geschoßfang für das Vogelschießen neben unserer Schützenhalle auf das von der Kreispolizeibehörde vorgeschriebene Maß verkleinert werden.
Am 2. und 3. September war unsere Bruderschaft Ausrichter des 8. Gemeindeschützenfestes der Schützenbruderschaften und -vereine der Gemeinde Bestwig. Erstmalig wurde dieses Fest (auf Vorschlag unseres Vorstandes) an zwei Tagen gefeiert, was sich schließlich auch als sehr erfolgreich herausstellte. Am Samstag wurde ebenfalls zu ersten Mal neben dem Gemeindeschützenkönig ein Jungschützenkönig ausgeschossen. Gemeindeschützenkönig wurde Toni Tönnnemann von der St.-Anna-Schützenbruderschaft Nuttar und Gemeindejungschützenkönig wurde Philipp Kreiling von der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Ramsbeck.


2001


Nach der Herbst-Generalversammlung 2000 haben wir mit der Neugestaltung der kleinen Theke in der Schützenhalle begonnen. Faszinierend daran ist, dass nahezu alle Arbeiten, bis auf die Produktion der Thekenablage etc. durch die Fa. Rüther in Bremke, in Eigenleistung der Vorstandsmitglieder und einiger Schützenbrüder erledigt wurden. Eine kleine Einweihungfeier für Vorstand und Helfer fand am 9. Februar statt.


2002


Im Winter 2001/2002 haben wir die Erweiterung der Damentoiletten und den Umbau der Musikbühne durchgeführt. Bis zum Herbst wurde die Vorderfront der Halle saniert und die Fußfette neu betoniert. Bei der Frühjahrsgeneralversammlung wurde die Jungschützenabteilung unserer Bruderschaft ins Leben gerufen.


2003


Pünktlich zum Jahresbeginn wurde eine neue Musik- und Lichtanlage in der Schützenhalle installiert, die künftig bei Veranstaltungen angemietet werden kann und auch bei den Festen der Bruderschaft zum Einsatz kommen wird.
Im Herbst diese Jahres nahm der Vorstand der Bruderschaft am 14. Europäischen Schützentreffen in Vöcklabruck / Österreich teil. Bei der Generalversammlung am Sonntag, 19. Oktober, wurden einige Änderungen im Vorstand durchgeführt. Nach einer Amtszeit von 30 Jahren als Geschäftsführer der Bruderschaft stellte sich der 69-jährige Reinhold Mertens nicht mehr zur Wiederwahl. Zum Dank für seine außerordentlichen Verdienste wurde ihm in der Versammlung der große Wappenteller des Sauerländer Schützenbundes überreicht. Außerdem ernannte ihn die Versammlung unter großem Beifall zum Ehren-Geschäftsführer.

2004


Auch in diesem Jahr ging es mit Baumaßnahmen in der Schützenhalle weiter.
Der Hallenboden musste aufgearbeitet werden, am Königs- und Vizekönigsthron wurde ein neuer Holzboden eingebaut.

2005


Im Frühjahr dieses Jahres wurde das Flachdach der Schützenhalle (über den Königsthronen, Toiletten und Speiseraum) erneuert.

Unsere neueste Schützenfahne für den Schützenzug II. Sie ersetzt die Fahne von 1965.

Höhepunkt war aber die Anschaffung einer neuen Schützenfahne für den Zug II Oberdorf, die am Sonntag, dem 17. April 2005 feierlich geweiht wurde.

Der Entschluss zur Anschaffung einer neuen Fahne wurde in der Herbst-Generalversammlung des Jahres 2004 gefällt, nachdem mehrere Angebote zur Erstellung eingeholt wurden. Grund für den Ersatz der bisherigen Fahne des Zuges Oberdorf war der zunehmende Verschleiß selbiger und die Aussage von Spezialisten, dass sie nicht mehr reparabel sei. Den Zuschlag zur Erstellung erhielt am 22.10.2004 die Bonner Fahnenfabrik, die auch schon die zuletzt angeschaffte Fahne der Bruderschaft im Jahre 1983 erstellt hatte. Finanzielle Mittel zur Anschaffung der ca. 5000 € teuren neuen Fahne trugen die beitragsfreien Schützenbrüder der Bruderschaft, die Sparkasse Hochsauerland und das Diabaswerk Halbeswig mit Spenden bei. Aus mehreren Vorlagen von Jakobus-Bildern, die die Bruderschaft vom ehemaligen Vikar des Pastoralverbundes, Uwe van Raay, aus Werl erhielt, zeichnete Frau Otto aus Ramsbeck einen Jakobus, der in dieser Form noch nicht auf den anderen Fahnen der Bruderschaft ersichtlich ist. Eine Zeichnung der Schützenhalle war bereits vorhanden und konnte ohne Änderung so verwendet werden. Zunächst wurde von der Bonner Fahnenfabrik ein Entwurf im Maßstab 1:1 erstellt. Unter Berücksichtigung von insgesamt drei Änderungen des Schützenvorstandes konnte damit begonnen werden, die Fahne in komplett gestickter Ausführung zu fertigen. Die Vorderseite der neuen Fahne, die aus feinstem, blauem Samt besteht, ziert somit der mehrfarbige Hl. Jakobus (der Ältere), Schutzpatron der Bruderschaft, als Mittelmotiv. Dargestellt ist St. Jakobus mit einem Wanderstab und der obligatorischen Muschel. Ein goldener Schriftzug mit dem Text "Schützenbruderschaft St. Jakobus Heringhausen" und den Jahreszahlen "1873 - 2005" umrahmen die Heiligenfigur. Als Eckmotiv wurde jeweils mehrfarbiges Eichenlaub und Eichenlaubranken in verschiedenen Ausführungen gewählt. Die Rückseite besteht aus sog. cremefarbenen Fahnenrips. In der Mitte findet sich das Motiv der Außenansicht der Heringhauser Schützenhalle, Fachwerk in schwarz-weiß mit Bäumen und Gräsern. Als Eckmotiv wurde das mehrfarbige Heringhauser Ortswappen, Eichenlaub sowie Gewehre und eine Zielscheibe in gold-braun-schwarz gewählt. Die Rückseite ist ausserdem mit den Sauerländer Schützenspruch "Glaube - Sitte - Heimat" ebenfalls in goldener Schrift verziert. An der Stangenseite wurden Goldbortenschlaufen angebracht, die restlichen Seiten wurden mit Goldfransen versehen. Für die Stickereien wurden von der Bonner Fahnenfabrik nur allerfeinste Garne sowie Echtgoldschnüre verwendet, die zum Teil noch in reiner Handarbeit auf den Stoff gebracht wurden. Bewusst wählte der Vorstand die Farben blau und weiß für die neue Fahne, da dies die Vereinsfarben der Bruderschaft sind und sich auch im Wappen und den Schärpen des Vorstandes wieder finden. Die Weihe wurde zum Schützenfest 2005 von Präses Pastor Günter Eickelmann durchgeführt.

Rechtzeitig vor den Sommerferien konnte außerdem die Erweiterung der Duschanlagen von zwei auf vier Duschen im Keller der Schützenhalle fertiggestellt werden. Diese Erweiterung war für die Vermietung an Kinderferiengruppen in den Sommer- und Herbstferien notwendig geworden.

Außerdem wurde die Außentreppe der Küche und der Anstrich der Schützenhalle im hinteren und seitlichen Bereich erneuert.

2006

Im Frühjahr wurde die dritte Theke unserer Schützenhalle, die sog. Kellnertheke, im Bereich der Decke (Beleuchtung) und Wände in Eigenleistung des Schützenvorstandes rechtzeitig vor dem Schützenfest renoviert. Auch sie fügt sich nun in das Bild der übrigen, bereits vor einigen Jahren erneuerten Theken, ein. In der Frühjahrs-Generalversammlung diesen Jahres wurde ein Neubau des Eingangsbereiches von der Versammlung beschlossen. Dazu wurde der im Jahre 1991 erstellte kleine Vorbau komplett abgerissen. Zukünftig erstreckt sich der neue Vorbau der Schützenhalle auf einer Fläche von ca. 100 Quadratmetern auf zwei Etagen. Dort befinden sich demnächst der Kassenraum, die Garderobe sowie das Geschäftszimmer. Die offizielle Einweihungsfeier und Einsegnung durch unseren Präses, Pastor Eickelmann, erfolgte zum Schützenfest 2007.

2010

Anlässlich der Frühjahrs-Generalversammlung am 21. März konnte Brudermeister Stephan Gerbracht dem Ehrenmajor Wolfgang Siebers seine Uniform übergeben. Beim kommenden Schützenfest wird der Ehrenmajor die Vertretung für den amtierenden Schützenkönig und Hauptmann Theo Dicke übernehmen.

2011

Zur Frühjahrsversammlung der Schützenbruderschaft St. Jakobus 1873 e.V. Heringhausen waren insgesamt 67 Schützenbrüder der Einladung des Vorstandes gefolgt.

Im Kassenbericht konnten die Geschäftsführer André Friedrichs und Andreas Föckeler ein mehr als gut verlaufendes vergangenes Jahr präsentieren. Bei allen Veranstaltungen wurde der Gewinn erhöht. Auch bei den Vermietungen der Schützenhalle zeigte sich ein deutlicher Zuwachs, besonders bei den Kinder-Ferienlagern. Somit konnten im letzten Jahr die Verbindlichkeiten vom Neubau des Eingangsbereiches weiter zurückgeführt werden.

Brudermeister Stephan Gerbracht gab eine Vorschau auf die Veranstaltungen dieses Jahres. Der Tanz in den Mai der Jungschützen, das Kinderschützenfest und die „Rocking-Oktober-Party“ mit der Rockband Maniac werden erneut stattfinden.
Hauptmann Theo Dicke präsentierte den Schützen den Ablauf des Schützenfestes, welches traditionell von Pfingstsamstag bis Pfingstmontag gefeiert wird. Durch geringfügige zeitliche Änderungen erhofft sich der Vorstand dabei eine noch bessere Besucherzahl eigener Schützen und Gäste.

Obwohl sich die Heringhauser Schützenhalle in einem sehr guten baulichen Zustand befindet, werden in diesem Jahr von den Heringhausern noch einige Sanierungsarbeiten durchgeführt. Darunter die Fachwerk-Vorderfront der Schützenhalle und der Holzboden im Speiseraum sowie die Neubefestigung des Valmeufers.

Zum Lichtbildervortrag „Ja, wenn das Trömmelken geht…“ konnte Brudermeister Stephan Gerbracht fast 150 Heringhauser begrüßen, darunter viele ältere. Diese große Resonanz zeigt das Interesse an der Veranstaltung, die in diesem Jahr bereits zum dritten Mal durchgeführt wurde.

In einem interessanten und ausführlichen Vortrag präsentierte Ortsheimatpfleger Reinhard Schmidtmann Bilder von den Schützenfesten der Jahre 1969 bis 1986. Der Erlös des Kuchenverkaufs, der durch die Frauen der Vorstandsmitglieder durchgeführt wurde, wird dem Kindergarten Zwergenstübchen Heringhausen gespendet.

 

2014

Die Bruderschaft beteiligte sich aktiv an dem von der Dorfgemeinschaft Heringhausen e.V. durchgeführten Festwochenende zum 700-jährigen Dorfjubiläum, welches bei den zahlreichen Gästen ein besonders positives Bild unseres Dorfes vermittelte.


2015

Im September wurde zwischen dem Kreisschützenbund Meschede und unserer Bruderschaft die offizielle Vertragsunterzeichnung zur Ausrichtung des 24. Kreisschützenfestes durchgeführt.

 

 

Der Geschäftsführende Vorstand im Wandel der Zeit

Hauptleute (bis 1950 1. Vereinsvorsitzende)

1873 Julius Stehling

1875 Johann Dicke

1877 Julius Stehling

1885 Heinrich Rüthing

1905 Wilhelm Dohle

1933 Johann Becker

1947 Franz Fabri

1950 Josef Becker

1958 Franz Föckeler

1961 Alois Föckeler

1968 Anton Rüthing

1973 Johannes Rüthing

1979 Josef Rüthing

1988 Wolfgang Siebers

2009 Theo Dicke

2017 Rüdiger Schrewe

Brudermeister (ab 1950 1. Vereinsvorsitzende)

1. Brudermeister (ab 2013)

1950 Franz Fabri

Mai 1960 Willi Hengesbach

September 1960 Franz Köster

1964 Franz Fabri

1965 Franz Köster

1970 Willi Hengesbach

1973 Anton Rüthing

1976 Johannes Bathen

1978 Johannes Rüthing

1979 Alfred Solbach

1988 Werner Kenter

1996 Manfred Nieder

2005 Stephan Gerbracht

stellvertretender Brudermeister (dieser Posten wurde ab 1981 vergeben)

2. Brudermeister (ab 2013)

1981 Hans Koch

1991 Manfred Nieder

1996 Franz-Georg Mönig

2015 Rüdiger Schrewe

2017 Christian Figge

Geschäftsführer

1. Geschäftsführer (ab 2006)

1950 August Gockel

1956 August Kemmerling

1967 Meinolf Ittermann

1973 Reinhold Mertens

2003 Stephan Gerbracht

2005 Karl-Heinz Mönig

2006 André Friedrichs

2. Geschäftsführer (dieser Posten wurde ab 2006 vergeben)

2006 Andreas Föckeler

Schriftführer

1. Schriftführer (ab 2013)

1947 Rudi Dicke

1950 Johannes Becker

1956 Albert Dicke

1966 Willi Hillebrand

1971 Josef Tillmann

1978 Alfred Solbach

1979 Wolfgang Siebers

1988 Burkhard Bracht

1992 Norbert Becker

1995 Stephan Gerbracht

2003 Markus Vollmer

2008 Heiner Hesse

2. Schriftführer (dieser Posten wurde ab 2013 vergeben)

2013 Rüdiger Schrewe

2015 Christian Figge

2017 Björn Friedrichs